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Thailand - Sawadee - Reisebericht

Aktualisiert: 10. Apr.


Elefant in Thailand füttern

25.12.2019 07:00 Uhr klingelt unser Wecker! Gestern wurde noch ausgiebig Weihnachten gefeiert und heute heisst es alles aufräumen, Tannenbaum abräumen und ab zum Flughafen denn um 13:15 Uhr geht unser Flug nach Bangkok. Es ist das erste Mal, dass wir nach Südostasien reisen und sind deshalb ganz aufgeregt was uns erwartet. Puh, nach dem ganzen Stress heute Morgen sind wir froh als wir in der Thai Airways Maschine sitzen und abheben. Bereits im Flieger machen wir das erste Mal Bekanntschaft mit der thailändischen Gastfreundschaft sowie dem feinen thailändischen Essen. Nach einem 11 stündigen Flug landet unser Flieger in der Big City Bangkok. Hier ist es gerade mal 6:00 Uhr morgens aber auf den Strassen herrscht bereits reger Verkehr. Mit dem Taxi fahren wir direkt ins Getümmel und merken schnell - das ist anders als alles was wir bereits kennen. Auf den Strassen herrscht ein riesen Chaos, Smog und Lärm ohne Ende aber trotzdem gefällt uns der erste Blick auf die Stadt. In unserem Hotel Mode Sathorn angekommen, werden wir herzlich Empfangen und können zum Glück direkt unser Zimmer beziehen. Wow - was für ein wahnsinns Blick auf die ganze Stadt! Jedoch sind wir so müde von dem langen Flug, dass wir zuerst ein Nickerchen machen. Obwohl der Begriff Nickerchen nicht so gut passt, den wir wachen erst um 14:00 Uhr wieder auf. Als wir die Uhrzeit sehen springen wir direkt auf und machen uns ready, denn wir möchten sofort die Stadt erkunden. Unser Hotel ist super gelegen, direkt neben der Skytrain Station und unweit einer Anlegestelle des Chao Praya Flusses. Wir entscheiden uns direkt zum Chao Praya Fluss zu gehen und mit dem Longtail Boot zum Wat Pho zu fahren. Wat Pho ist ein buddhistischer Tempel mit einer gigantischen liegender Buddha Statue. Es isch bereits ein Erlebnis Bangkok vom Fluss aus zu betrachten, diese riesige Stadt mit den Wolkenkratzer und vielen Menschen. Im Wat Pho angekommen verschlägts uns den Atem. Diese riesigen Statue aus purem Gold beeindruckt täglich tausende Besucher.


Liegender Buddha Tempel

Auf jedes kleine Detail wurde geachtet. Wir bestaunen die Wandmalereien und Verzierungen bis sich der Hunger langsam meldet. Wir möchten unbedingt an einem typischen Streetfood Stand etwas essen. Leider geschieht nun etwas, dass unsere Stimmung an diesem Tag eintrübt. Ein Tuktuk Fahrer spricht uns an, ob er uns zu einem super feinen Streetfood Stand bringen soll. Wir denken natürlich: "das passt doch perfekt!" Und mit einem Tuktuk wollten wir ohnehin mal fahren. Zuerst hält der Fahrer bei einem weiteren Tempel an und meint diesen müsse man unbedingt gesehen haben. "Warum eigentlich nicht?" denken wir uns, und laufen hin. Vor dem Tempel wartet bereits jemand der uns eine ganze Stunde durch den Tempel führt und auch noch Geld dafür verlangt. Nachdem wir zurück bei unserem Tuktuk sind, sagen wir ihm, dass wir jetzt bitte direkt zum Streetfood Stand fahren möchten. Ein Besuch in einem Kleiderladen, einem noblem Restaurant und mühsamer Diskussionen warum wir niergens Geld ausgeben möchten später, erklären wir dem Fahrer dass wir nicht weiterfahren möchten und uns selber was zu essen suchen. Obwohl wir ihm die Fahrt bezahlen, werden uns Wörter nachgerufen, die nicht gerade nett klingen, aber zum Glück verstehen wir sie nicht. Wir sind müde, genervt und extrem hungrig und setzen uns beim erstbesten Streetfood Stand hin.


Pad Thai in Bangkok

Und siehe da, wir werden mit einer süssen älteren Köchin und dem feinsten Pad Thai belohnt! Und das für umgerechnet 3.50 CHF. Genau das haben wir jetzt gebraucht! Und nachdem wir die dritte Portion dieses wahnsinns Pad Thai wortlos genossen haben, schauen wir uns an und müssen über dieses bizarre Erlebnis nur noch lachen. Was für ein erster Tag in Bangkok! Jetzt wird es Zeit zurück ins Hotel zu gehen und zu schlafen, den morgen früh haben wir uns für eine Muay Thai Stunde eingeschrieben. Muay Thai ist der Nationalsport Thailands und ist auch darüber hinaus weit verbreitet. Für uns ist es wohl am ehesten mit dem Kickboxen zu vergleichen.

Als der Wecker klingelt können wir kaum aufstehen, dieser Jetlag macht uns viel mehr zu schaffen als wenn wir in den Westen fliegen. Irgendwann schaffen es auch wir endlich aus den Federn zu kommen. Nach einem feinen Frühstück geht es direkt zum Muay Thai Training. Bereits beim aufwärmen merken wir, dass wir das ganze vielleicht ein wenig unterschätzt haben. Die erste Übung: Spagat. Kosov zeigt wie weit er in den Spagat kommt (eigentlich gar nicht), der Trainer kennt kein erbarmen und drückt ihn weiter nach unten und die Beine auseinander. Kosov's Gesicht ist gezeichnet vom Schmerz und ich kann das Lachen nicht zurückhalten, jedoch merke ich dann, dass ich jetzt an der Reihe bin. Der Trainer zeigt uns verschiedene Schlag- wie auch Abwehrtechniken. Über 2 Stunden voller Schweiss später ist das Training beendet. Wir fürchten bereits den Muskelkater am nächsten Morgen...



Nach einer erfrischenden Dusche entscheiden wir uns die berühmt berüchtigte Khao San Road zu besuchen. Diese Strasse ist echt wie ein lebendes Kino. Sie ist voller Bars, Musik und leuchtender Schilder. Wer den Film Hangover 2 gesehen hat oder bereits mal hier war weiss wovon ich rede. Hier gibt es Mani und Pedicure sowie Fussmassagen direkt auf der Khao San Road mit Blick auf das wilde Treiben. Genau für das entscheiden wir uns jetzt auch! Nach dieser wohltuenden Massage müssen wir zurück ins Hotel den heute Abend wartet auf uns ein Dinner auf einem traditionellen Holz-Boot auf dem Chao Phraya River. Wir warten bereits gespannt vor unserem Hotel als wir endlich abgeholt werden und direkt zur Bootsanlege Stelle gefahren werden. Als wir auf das traditionelle thailändische Holzbot, auch Dschunke genannt, aufsteigen dürfen freuen wir uns total. Und los gehts! Bangkok by Night. Was für ein Erlebnis überall gibt es tausende Lichter, die beleuchtenden Tempel sehen von hier noch imposanter aus und während der ganzen Fahrt werden uns traditionelle thailändische Tänze gezeigt und sehr feines Essen serviert. Das ganze Dauert gute 2 Stunden und wir können euch dies wärmstens empfehlen. Wieder Zuhause angekommen, wird erneut derWecker für den nächsten Tag gestellt, denn morgen haben wir eine Fahrradtour durch Bangkok gebucht.

Früh Morgens geht es für uns los. Mit dem Fahrrad fahren wir durch die Strassen und Gassen, mit einem kleinen Motorboot gehts weiter an den Stadtrand wo die Tour auf ländlicherem Terrain weitergeht. Dort besuchen wir verschiedene Tempel, eine Muay Thai Schule mitten im Wald und sehen auch die wesentlich ärmeren Viertel von Bangkok. Was uns aber immer wieder auffällt, die Menschen schenken einem immer ein freundliches Lächeln. Thailand heisst ja nicht umsonst “Land des Lächelns”. Diese Freundlichkeit der Menschen ist auch das was uns hier jeden Tag aufs neue Flasht - der absolute Wahnsinn. Durch diese Fahrradtour hatten wir die einmalige Gelegenheit tief in die Quartiere von Bangkok einzutauchen und das wirkliche Leben abseits der Touristenströme zu erleben. Können wir also auch nur empfehlen.



Obwohl wir von der vierstündigen Fahrradtour total müde sind, möchten wir unseren letzten Nachmittag in Bangkok noch ausnutzen und besuchen den Chatuchak Market. Okay - wir haben gehört, dass dieser Markt riesig sein soll, aber so riesig? Der Markt hat nur samstags und sonntags geöffnet und bietet einfach alles an! Von Essensständen über Kunstartikel, Möbel, wunderschöne Vintage Klamotten und vieles Mehr. Wir schlendern den ganzen Nachmittag durch die endlosen Gänge und essen unser erstes Mango Stickyrice. Mhh einfach nur lecker! Unseren letzten Abend in Bangkok lassen wir an einem Streetfood Stand in einer Seitengasse auf Plastikstühlen mit Pad Thai, Frühlingsrollen und einem Mangoshake ausklingen. Bevor wir nach Bangkok gereist sind haben wir immer wieder gehört: "Bangkok liebt oder hasst man." Und wir haben uns absolut in Bangkok verliebt! Deshalb sind wir doch recht traurig, dass wir am nächsten Morgen abreisen müssen, aber zum Glück geht unsere Reise weiter. 




 

Wir fliegen von Bangkok nach Phuket und von Phuket mit einem Schnellboot nach PhiPhi Island. Die bleichen Gesichter einiger Mitreisenden beschreiben die Fahrt zur Insel recht gut. Das Boot ist sehr schnell und schlägt immer wieder hart auf den Wellen auf. Alle warten nur noch auf die erlösende Ankunft. Endlich hören wir den Kapitän sagen “Here we are”! Dieser Anblick! Knallblaues Wasser mit weissem Sandstrand, was wir so noch nie gesehen haben. Und der ganze Strand voll mit Palmen. Wow! "Wir sind im Paradies gelandet", ist das erste was ich zu Kosov sage. Die nächsten 4 Nächte übernachten wir in einem wunderschönen Bungalow, eingebettet zwischen Palmen und anderen wunderschönen Pflanzen. Auf dem Weg zum Strand sehen wir täglich verschiedene Tiere wie riesen Leguane oder auch kleinere Schlangen. Wir lassen die Seele baumeln und verbringen jeden Tag mit Buch lesen, Schnorcheln oder Massagen. Am Abend gehen wir immer ins kleine Städtchen hinter dem Hotel und immer ins gleiche Restaurant. Im Restaurant Pad Thai wird direkt vor den Augen der Gäste gekocht. Wir entscheiden uns jeden Tag für Pad Thai und Frühlingsrollen, einfach weil es soo gut ist! Wir möchten von diesem wunderschönen Fleckchen Erde gar nicht mehr weg. Es ist bereits der letzte Tag und der 31.12.2019. In unserem Hotel wird ein grosses Fest organisiert, mit einem riesigen Buffet, traditionellen Aufführungen sowie Feuer und Akrobatikshows. Wir gehen spät ins Bett und starten an einem wunderschönen Ort ins neue Jahr. Besser gehts doch gar nicht. 




 

Am nächsten Morgen heisst es Bye Bye Phi Phi Island. Wir freuen uns bereits extrem auf die Bootsfahrt nach Phuket - NICHT. Dieses Mal ist das Meer aber zum Glück ein wenig ruhiger, sodass wir die Fahrt geniessen können. In Phuket haben wir einen Transfer gebucht, welcher uns nach Khao Lak bringt. Wir verbringen die nächsten zwei Nächte hier und sind anfangs geschockt. Nach der einsamen Unterkunft und dem kleinen einheimischen Städtchen auf Phi Phi Island ist Khao Lak ein richtiger Touristenort. Viele Souvenir Shops, Restaurants und Bars gibt es hier! Unser Hotel, das La Vela, ist dennoch sehr schön und von unserem Balkon haben wir eine wunderschöne Meersicht. Wir laufen jeden Abend ins nahegelegene Städtchen und geniessen auch hier die thailändische Gastfreundschaft. Nach zwei Tagen heisst es für uns ab in den Dschungel! Die Koffer lassen wir jedoch im Hotel zurück, da wir nach den drei Tagen im Dschungel wieder zurückkommen. 

 

Ein Bus holt uns vom Hotel ab und fährt uns in den Khao Sok Nationalpark. Die Fahrt dauert ca 1.5 Stunden. Die Fahrt ist bereits sehr aufregend den sie führt uns vorbei an Dörfern, Plantagen und einer artenreiche Flora und Fauna. Unser heutiger Stopp ist das Elephant Hills Camp. Wir beziehen unser schönes Zelt und machen uns sofort ready für unseren ersten Ausflug. Ein Mahout (Führer eines Elefanten) erklärt uns wie wir das Mittagessen für die Elefanten vorbereiten müssen und auf einmal sehen wir wie aus der Ferne die riesigen Dickhäuter auf uns zulaufen. Was für wunderschöne, imposante Tiere! Wir sind schon ganz aufgeregt, wenn wir uns vorstellen sie in wenigen Minuten zu füttern. Und siehe da, die Riesen sind so was von sanft und können gar nicht genug haben. Wir halten ihnen die Früchte hin und sie packen sie mitihilfe ihrer starken Rüssel. Nach dem Essen fragt der Mahout ob wir Lust hätten die Elefanten zu waschen, da sie dies anscheinend besonders gerne mögen. Natürlich wollen wir! Wir waschen den Elefanten mit einer Schrubbürste und einem Wasserschlauch und geniessen es sehr. Diese Wesen strahlen eine unglaubliche Stärke und zugleich tiefe Ruhe aus, welche sich sofort auf uns überträgt. Als nächstes wartet auf uns eine Kanufahrt durch den unberührten tropischen Regenwald. Unser Guide zeigt uns eine Vielzahl von Tieren und irgendwie hat diese ruhige Fahrt durch den Dschungel fast etwas meditatives. Berührt von all diesen Eindrücken gehen wir zurück ins Camp und werden mit einem traditionellen thailändischen Gericht verwöhnt. Nach dem Abendessen kriechen wir in unserem Zelt unter die Bettdecke und schlafen glücklich und zufrieden ein.




Am nächsten Morgen werden wir vom Gezwitscher der Vögel sowie dem Brüllen der Gibbons geweckt. Nach dem Frühstück heisst es Rucksack packen, denn heute geht es noch tiefer in den Dschungel. Mit dem Auto fahren wir tief in den Regenwald zum Cheow Larn See und steigen dort in ein Longtailboot, welches uns zu unserer Unterkunft bringt. Mitten im Dschungel auf dem Wasser erkennen wir von weitem 20 Zelte. Eines davon gehört uns für diese Nacht. Was für eine Kulisse! Fühlen uns gerade wie in einem Film. Wir entscheiden uns dafür den Tag auf einer Dschungelwanderung zu verbringen und laufen mit unserem Guide los. Wir sind noch nie im Dschungel gewandert und merken extrem schnell wie schwer uns das Atmen aufgrund der Luftfeuchtigkeit fällt. Wir bitten den Guide deshalb ein wenig langsamer zu laufen. Unser Ziel ist eine Kalksteinhöhle und erst als wir vor der Höhle stehen, teilt er uns nebenbei mit, dass es in der stockdunklen Höhle nur so von Schlangen und Spinnen wimmelt. Woww, ich (Joyce) habe eine Schlangenphobie und steh gerade total unter Schock! Aber wie bereits im "Tanzania Beitrag" geschrieben, lieben wir beide alles was mit Adrenalin zu tun hat und trauen uns deshalb in die Höhle hinein. Es ist dunkel und kühl hier unten und nur durch die Taschenlampe unseres Guides sehen wir wo wir lang laufen müssen. Ein Schwarm Fledermäuse fliegt uns entgegen und die Formationen an den Wänden sind echt Beeindruckend. Immer wieder sehen wir Schlangen und die Wände sind voll von Spinnen. Spinnen grösser als unsere Hände. An unseren Beinen spüren wir permanent Fliegen, Nachtfalter und andere kleine Tierchen. Wir sind deshalb froh als wir nach einer halben Stunde endlich wieder draussen sind. Aber wie so oft ist es genau das Ereignis, über welches wir zu Hause sicher sehr oft reden und anderen davon erzählen werden. Als wir zurück bei unseren Wasserzelten sind, entscheide ich mich noch ein wenig im Wasser zu schwimmen. Kosov hat von unserem Guide Mais erhalten, dieser meinte das lockt die Tiere im Wasser an. Da Kosov immer sehr lustige Ideen hat, findet er es super diese Maisstücke nun in meiner Nähe ins Wasser zu werfen. Nichtsahnend lache ich natürlich auch mit und spüre aber irgendwann, dass irgendwelche Tiere meine Beine berühren. Auf einmal sehe ich wie riesige und ich meine wirklich RIESIGE Fische um mich herum schwimmen. Kosov amüsiert sich prächtig ab meinem panischen Gesicht und ich springe aus dem Wasser und kann ebenfalls mein Lachen nicht halten. Nach dem Abendessen kuscheln wir uns in unser Bett und lauschen der Geräuschkulisse des Sees und des Dschungels. Im Nu schlafen wir ein.

Am letzten Tag machen wir am frühen Morgen eine kleine Kanufahrt und geniessen die Ruhe auf dem See. Nun müssen wir aber den Rucksack wieder packen, den es geht bereits wieder zurück nach Khao Lak.





Die letzten 4 Tage unserer Ferien geniessen wir wieder in Khao Lak, Wir mieten uns einen Roller und fahren in der Gegend herum, besuchen Dörfer, Restaurants, Aussichtspunkte und Wasserfälle. Nach Ferien voll toller Erlebnisse und Begegnungen heisst es Abschied nehmen, denn unser Rückflug in die Schweiz wartet auf uns.




 

Wir haben uns an das liebevolle, unbeschwerte und freundliche thailändische Leben gewöhnt und würden gerne noch länger bleiben. ABER wir kommen wieder, ganz sicher. Danke Thailand für deine fantastische Küche und rührende Gastfreundschaft.💕

 

Eure Travelbuddys👨‍👩‍👦

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